Unterschied Maultier und Maulesel

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Der Maulesel und das Maultier werden in der Praxis häufig verwechselt. Allerdings gibt es feine Unterschiede, die beweisen, wie verschieden die Tierarten trotz ihrer nahen Verwandtschaft in Wirklichkeit sind.

Das Wichtigste in Kürze

  • Maultiere haben den besseren Ruf als Maulesel.
  • Ein Elternteil ist ein Pferd, das andere ein Esel.
  • Die Existenz der beiden Tierarten wurde ungefähr zum gleichen Zeitpunkt entdeckt.

Der Maulesel im Überblick

Damit ein Maulesel zur Welt kommt, kreuzen Züchter ein männliches Pferd und einen weiblichen Esel miteinander. Daraus entsteht ein Hybrid, der sich nicht selbst fortpflanzen kann.

Man geht davon aus, dass die Tierart Maulesel annähernd  gleichzeitig zur Tierart Maultier entdeckt wurde – ob zufällig oder absichtlich, weiß man nicht sicher. Allerdings weiß man, dass der Maulesel schon auf Anhieb nicht so beliebt war wie das Maultier. Es war als weniger hübsch, als störrisch und als faul verschrien. Manche Züchter gehen heute noch von diesen Eigenschaften aus, auch wenn viele freundliche, schöne Tiere genau das Gegenteil beweisen.

Generell sollen Maulesel geduldig und gutmütig sein. Sie gelten als verträglicher als ihre Verwandten die Pferde oder die echten Esel. Optisch erinnern sie eher an die Esel als an die Pferde – der Farbe und den langen Ohren sei Dank.

Das sind die wichtigsten Unterschiede zwischen Maulesel und Maultier

Beim Maultier ist der Vater ein Esel und die Mutter ein Pferd. Beim Maulesel ist es – wie oben beschrieben – genau umgekehrt. Generell sind die Maulesel wesentlich seltener als die Maultiere. Das liegt wahrscheinlich daran, dass man ihnen einige schlechtere Eigenschaften nachsagt als dem Maultier.

Wer von einem Muli spricht, bei dem ist nicht immer ganz klar, welches Tier er genau meint. Beim Muli handelt es sich im Allgemein um den Überbegriff, sowohl für das Maultier als auch für den Maulesel.

Hengste der Gattung Pferde tun sich häufig schwerer damit, einen weiblichen Esel zu decken als umgekehrt. Auch deshalb ist der Maulesel ein wenig seltener anzutreffen. Zudem gibt es in Deutschland heute nur noch wenige Züchter, die ambitioniert genug sind.

Diese Besonderheiten vom Maulesel und Maultier sollte man kennen

Wenn man die genau Abstammung nicht kennt, kann man die beiden Tierarten kaum voneinander unterscheiden. Das gelingt nicht nur Laien selten, sondern auch nicht den Züchtern. Das liegt daran, dass die Tiere zumindest optisch fast gleich aussehen. Wer einzelne Exemplare hingegen persönlich kennt, der erkennt natürlich das eine oder andere typische Merkmal.

Es handelt sich bei beiden um sogenannte Hybriden. So nennt man Mischungen aus zwei verschiedenen Tierarten. Der Oberbegriff Muli wird aus Gründen der Einfachheit für alle Tiere verwendet, die von einem Elternteil abstammen, welches ein Pferd ist und von einem zweiten, welches ein Esel ist.

Übrigens können nicht nur der Maulesel und das Maultier keine Jungen bekommen, sondern das gilt auch für die meisten anderen Hybriden.

Maulesel und Maultier – als Lastentiere unersetzlich

Früher waren sowohl der Maulesel als auch das Maultier viel verbreiteter als heute. Das ist kein Zufall, sondern liegt an den vorwiegend positiven Eigenschaften, welche diese Tiere mitbringen. Natürlich werden sie in diesem Kontext mit den Pferden auf der einen Seite und mit den Eseln auf der anderen Seite verglichen.

Vielerorts hat man die Tiere nicht nur zum Tragen von Lasten eingesetzt, sondern auch als Reittiere, die deutlich günstiger in der Anschaffung waren als die Pferde.

Die Maulesel und Maultiere gelten seit jeher als besonders trittsicher und werden daher vor allem in Gebieten eingesetzt, die steinig, steil oder anderweitig unwirtlich sind. Neben der Trittsicherheit und dem Geschick der Pferde bringen diese Tiere die nervliche Stärke der Esel mit. Sie sind weder scheu noch ängstlich – noch nicht einmal in für sie unbekannten Gebieten.

Gerade in den warmen Regionen unserer Erde werden der Maulesel und das Maultier nach wie vor eingesetzt. Sie gelten dort als zäh und unkompliziert – eine Wohltat für Menschen, die weder viel Geld noch viel Zeit oder Platz für die Pflege erübrigen können.

Fazit: Unterschiede größer als gedacht

Obwohl die meisten Laien den Maulesel und das Maultier kaum voneinander unterscheiden können, wenn sie nicht gerade nebeneinanderstehen, sind die Unterschiede groß. Das gilt sowohl für den optischen Teil als auch für das Wesen der Tiere. Liebenswert sind alle beide, so sagen ihre Besitzer, Züchter und Liebhaber der Tiere.

Häufige Fragen und Antworten

Woher kommt der Begriff Maulesel?

Er kommt vom lateinischen Wort „Mulus“, woraus sich wiederum der Begriff Maul ableitet.

Aus welchem Grund kann man weder mit dem Maulesel noch mit dem Maultier züchten?

Das liegt an der falschen Anzahl der Chromosomen. Die Elternteile erhaben unterschiedliche Sätze an Chromosomen. In diesem Fall können sich die Nachfahren nicht untereinander fortpflanzen.

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