Vorgestellt – der Chow-Chow

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Der Chow-Chow hat seinen Ursprung in China und wurde dort als Gebrauchshund auf vielfältige Weise eingesetzt. Im Jahr 1880 gelangte er nach Europa und wurde fortan in England gezüchtet. Die Rasse wurde im Laufe der Zeit so populär, dass auch das englische Königshaus auf sie aufmerksam wurde. So kam es, dass sich der Chow-Chow zum Lieblingshund der Königin Victoria etablieren konnte und es inzwischen zahlreiche Chow-Chow Clubs in England, Deutschland und Österreich gibt. Der Chow-Chow ist den urtümlichen Hunderassen zuzuordnen und gilt nicht als Anfängerhund.

Das Wichtigste in Kürze

  • Besonderes Merkmal dieser Hunderasse ist die blaue Färbung von Lefzen, Zunge und Gaumen.
  • Ursprünglich aus China stammend, wird der Rassestandard dieses Hundes heutzutage in Großbritannien entwickelt.
  • Die Größe ist abhängig vom Geschlecht, kann jedoch bis zu 56 cm betragen.
  • Das dichte Fell des Hundes benötigt vor allem während des Fellwechsels intensive Pflege durch tägliches Bürsten.
  • Chow-Chows gelten aufgrund ihres Charakters nicht als Anfängerhunde.

Der Ursprung dieser Hunderasse

Als eine der ältesten Hunderassen der Welt, lassen sich Aufzeichnungen über den Chow-Chow bis ins elfte Jahrhundert vor Christus zurückverfolgen. Bereits aus diesen Dokumenten gehen die spezifischen Merkmale dieser Rasse hervor. Demnach handelt es sich um einen Hund, dessen Körper schwer gebaut ist und welcher ein dichtes Fellkleid aufweist. Außerdem ist bereits von einer blauen Zunge die Rede.
Sein chinesischer Name bedeutet frei übersetzt „aufgeplusterter Löwenhund“ und ist sicherlich eine Anspielung auf das dichte Fell in Verbindung mit dem einprägsamen Gesicht dieses Hundes. In seiner ursprünglichen Heimat wurde der Chow-Chow als Schlittenhund, aber auch zum Jagen und als Hütehund eingesetzt. Am Kaiserhof war man sehr stolz auf diese Hunde und hielt sie als Schmucktiere.

Äußerliche Erkennungs- und Rassemerkmale

Neben der blauen Färbung am und im Maul können Chow-Chows bis zu 56 cm groß werden und auf ein Gewicht von etwa 30 kg kommen. Es existieren die Felltypen lang- oder kurzhaarig, mit jeweils stehendem oder plüschartigem Fell. Das Fell ist ohne Ausnahme einfarbig und wird in den Farben Schwarz, Rot, Zimt, Creme oder Weiß gezüchtet. Am beliebtesten ist der rote Chow-Chow. Flecken oder Scheckungen sind unerwünscht.
Der Kopf wirkt breit und rund. Die kleinen Ohren des Hundes sind dick, die Spitzen leicht abgerundet. Die Rute ragt über den Rücken. Wie der chinesische Name bereits vermuten lässt, besticht diese Hunderasse durch ein Erscheinungsbild, das den Betrachter sofort an einen Löwen erinnert.
Das Wesen des Chow-Chows kann als eher zurückhaltend und ruhig beschrieben werden. Oft bindet er sich eng an seinen Besitzer und ist Fremden gegenüber reserviert. Er tritt selbstbewusst auf, ist stets aufmerksam und außerdem ein zuverlässiger Wachhund. Anderen Hunden gegenüber zeigt sich der Chow-Chow oft unnahbar und ablehnend. Hier gilt wie immer: Bei guter Sozialisierung und richtiger Erziehung treten nahezu keine Probleme auf.
Der Chow-Chow wird von der FCI (Fédération Cynologique Internationale) in die Gruppe 5 „Spitze und Hunde vom Urtyp“, Sektion 5 „Asiatische Spitze und verwandte Rassen“ eingeordnet.

Haltung, Pflege und Erziehung

Chow-Chows sind in der Haltung nicht ganz anspruchslos. Weiß man, wofür der Chow-Chow ursprünglich eingesetzt wurde, wird schnell klar, dass diese Hunderasse etwas mehr Platz benötigt. Eine etwas größere Wohnung oder die Möglichkeit einer Gartennutzung werden den Bedürfnissen dieses Hundes gerecht.
Im Sommer können diese Tiere mit ihrem dichten Fell unter der Hitze stark leiden. Es ist – ebenso wie bei jedem anderen Hund – darauf zu achten, dass ein schattiger Platz ohne Hitzestau vorhanden ist. Das dichte Fell verlangt außerdem nach gesonderter Aufmerksamkeit und sollte regelmäßig und besonders bei Fellwechseln durchgebürstet werden.
An die Ernährung stellt der Chow-Chow keine besonderen Ansprüche. Es sollte grundsätzlich auf hochwertiges und möglichst natürliches Futter mit hohem Fleischanteil geachtet werden.
Der Chow-Chow liebt lange, ausgedehnte Sparziergänge, hat allerdings aufgrund seines Ursprungs einen ausgeprägten Jagdtrieb. Er sollte deshalb in entsprechenden Gebieten nur dann abgeleint werden, wenn er auf Kommando wieder zum Besitzer zurückkehrt. Für Aktivitäten im Hundesport kann man den Chow-Chow eher nicht begeistern.
Bei der Erziehung dieser Hunderasse sind Geduld, liebevolle Konsequenz und Disziplin oberstes Gebot. Der Chow-Chow liebt es, unabhängig zu sein und mag es gar nicht, zu Kommandos gezwungen zu werden. Unterordnung liegt Chow Chows nicht automatisch im Blut. Das macht diese Rasse nicht zum klassischen Anfängerhund.

Besonderheiten und Zucht

Die heutige Zuchtversion des Chow-Chow hat nur noch wenig mit der ursprünglichen Form gemeinsam. Viele Zuchtmerkmale wurden stark übertrieben, weshalb die Rasse anfällig für bestimmte Erkrankungen ist und die Lebenserwartung je nach Zucht zwischen acht und vierzehn Jahren liegt.
Die tiefen Falten im Gesicht dieser Rasse machen den Chow-Chow beispielsweise anfällig für Entzündungen und Problemen an den Augen. Durch die absichtlich eingezüchtete Gelenkfehlstellung am Hinterbein, die verantwortlich für den imposanten Auftritt des Tieres ist, besteht ein erhöhtes Risiko einen Kreuzbandriss zu erleiden.
Durch neu festgesetzte Richtlinien in der Zucht soll nun jedoch vermehrt die Gesundheit der Tiere im Vordergrund stehen. Plant man also die Anschaffung eines Chow Chows, sollte der Züchter und seine Absichten in der Zucht genau hinterfragt werden. Kompetente Züchter machen daraus ohnehin kein Geheimnis.

Fazit

Der Chow-Chow ist also ein ebenso treuer wie freiheitsliebender Begleiter, der durch sein Auftreten beeindruckt, jedoch nicht in Anfängerhände gehört. Der hundeerfahrene Halter kann sich jedoch immer auf diesen aufmerksamen Begleiter verlassen.

Weiterführend:

Chow Chow Club Austria / chow-chow-club.at

www.chows-von-der-wieseck-aue.de

www.vdh.de/welpen/zuechter?id=120

chow-chow.lap.hu/

 

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