Badespaß mit Hunden – das ist wichtig

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Um dem eigenen Hund eine Abkühlung bei hohen Temperaturen zu ermöglichen (Lesetipp: Wassermelone für den Hund), ermöglichen viele Hundehalter ihrem Hund eine Erfrischung im Wasser. Damit der Badespaß mit dem Hund jedoch nicht zu einer unterschätzten Gefahr wird, sollten Besitzer ein paar Dinge beachten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Hundebadeverbote zwingend einhalten!
  • Naturschutzgebiete beachten.
  • Über mögliche Gefahren vor dem Baden informieren.
  • Den Hund nie unbeaufsichtigt lassen.

Regelmäßig schwimmen gehen

Die meisten Hunde gehen sehr gerne ins Wasser. Die Vierbeiner dürfen im Sommer gerne regelmäßig zur Abkühlung ins Wasser gelassen werden.

Dies gilt jedoch nur für Hundehalter, die nicht nach jedem Badevergnügen zuhause den Hund mit Shampoo waschen. Mit Shampoo sollte Hundefell so selten wie möglich in Verbindung kommen, um die natürliche Hautbarriere und Fettschicht zu schützen. Werden Hunde allerdings an der Luft trocknen gelassen, so steht einem regelmäßigen Badespaß nichts mehr im Wege.

Aber wie oft den Hund baden und dabei einshampoonieren? Generell gilt: gesunde Hunde sollten man maximal einmal im Monat mit Shampoo baden. Hier gilt wie so oft: weniger ist mehr!

Badespaß mit Hund – Wichtige Punkte

Bereits im Vorfeld sollte sich über die Bademöglichkeit gründlich informiert werden, um den Hund vor Gefahren zu schützen.

Gefahren durch Blaualgen

Durch Hitze vermehren sich in Gewässern Bakterien, Pilze und Pflanzen stark und oftmals unkontrolliert. So kann aus einem ursprünglichen ungefährlichen Gewässer doch eine Gefahr resultieren. Bei Blaualgen handelt es sich um Bakterien, die sich besonders an heißen Sommertagen stark ausbreiten. Erkennbar sind sie an einer Art grünen Schleim, der sich auf der Wasseroberfläche befindet. Blaualgen sondern dabei Giftstoffe ab, die beim Hautkontakt mit dem Hund zu gesundheitlichen Problemen führen können. Hierunter fallen beispielsweise allergische Reaktionen, Darmprobleme, Erbrechen, Durchfall, aber auch Muskelzittern sowie Krampfanfälle und Atemnot.

Starke Temperaturschwankungen

Ist die Umgebungsluft sehr schwül und heiß, das Gewässer oder der See jedoch deutlich kühler, kann sich das schadend auf den Kreislauf des Tieres auswirken. Im schlimmsten Fall ist das Kollabieren des Kreislaufes möglich.

Gefahren durch Baggerseen

Baggerseen bergen viele Gefahren für Mensch und Tier. Einerseits lässt sich die tatsächliche Tiefe kaum sicher bestimmen. Andererseits können sich in Baggerseen scharfkantige und rutschige Stellen befinden, an denen sich der Hund verletzten könnte.
Daher gilt die Faustregel, dass der Hund nur an Stellen ins Wasser gelassen werden sollte, die übersichtlich sind und augenscheinlich keine Gefahr darstellen.

Den Hund im Blick behalten

Hunde haben in der Regel kein ausgeprägtes Vernunftsdenken. Das bedeutet, dass sie ihre eigenen Grenzen oft nicht früh genug erkennen. Vor allem Hunde, deren Spieltrieb stark ausgeprägt ist, bemerken viel zu spät, wenn sie bereits ihre körperliche Leistungsgrenze erreicht haben. Dahingehend sollten Hunde immer nur im Blickfeld schwimmen, um in einer Notsituation noch rettend eingreifen zu können.
Besonders Hunderassen, die ein sehr langes und dichtes Fell aufweisen, können das eigene Gewicht durch nasses Fell schnell unterschätzen.

Schleppleinen

Bei Gewässern, bei denen keine Klarheit über mögliche Strömungen sowie die Beschaffenheit vorliegt, können Schleppleinen genutzt werden, um Risiken zu minimieren. Schleppleinen bieten den Vorteil, dass der Hund nur eine bestimmte Strecke in das Gewässer gelangt und man ihn notfalls leichter zum Ufer zurückholen kann. Vor allem bei Hunden, die eine geringere Ausdauer aufweisen oder sich generell um schwächere Schwimmer handeln, kann eine Schleppleine unterstützend wirken.
Weiterhin sind im Fachhandel spezielle Schwimmwesten für Hunde erhältlich, die vor dem Ertrinken schützen sollen.

Cold tail syndrom

Beim Cold tail syndrom handelt es sich um eine typische Krankheit, die im Zusammenhang mit Schwimmen und Baden auftritt. Die sogenannte Wasserrute kann kurz nach einer Aktivität des Hundes im Wasser auftreten. Erkennbar ist eine Wasserrute an der Haltung des Schwanzes. Der Hund streckt dabei den Schwanz gerade nach hinten, während dabei das letzte Drittel der Rute schlaff hinunterhängt. Der Ansatz des Schwanzes kann dabei mit einer Schwellung auftreten, die bei Hunden Schmerzen auslösen kann.
Ursächlich hierfür ist eine Überbelastung des Rückenbereiches sowie des Schwanzes.

Fazit – Was gilt zu beachten?

Um dem Hund einen tollen Badespaß zu ermöglichen, gleichzeitig jedoch Risiken zu minimieren, sollte der Hund während des Badens nicht unbeaufsichtigt gelassen werden. Frühzeitig erkannte Gefahren während des Badens können Notsituationen rechtzeitig ausschließen. Auch die Sauberkeit des Badeortes muss geprüft werden. Im Wasser befindliche Scherben oder scharfkantige Steine können Verletzungen an den Pfoten hervorrufen.
Wer mit seinem Hund baden gehen möchte, sollte darüber hinaus nur geeignete Gewässer suchen. Badeverbote müssen zwingend eingehalten werden. Empfehlenswert sind Hundestrände, da sie speziell für die Vierbeiner angelegt sind. Werden alle Gefahren im Vorfeld ausgeschlossen, kann der Hund uneingeschränkten Badespaß genießen.

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