Durchfall bei der Katze

Leiden Katzen an Durchfall (Diarrhö), kann dies vielfältige Ursachen haben. Durchfallerkrankungen bei Katzen kommen relativ häufig vor. Dies muss nicht automatisch bedeuten, dass eine unmittelbare Gefahr für das Tier besteht. In jedem Fall sollte die Katze jedoch unter ständiger Beobachtung stehen und es muss sichergestellt werden, dass das Haustier Zugang zu ausreichend Flüssigkeit hat und diese auch aufnimmt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Durchfall ist eine natürliche Reaktion des Körpers, um Schad- und Giftstoffe auszuscheiden.
  • Häufige Ursachen können Stress, Futterunverträglichkeit oder Allergien, Wurmbefall oder Vergiftungen sein.
  • Durch den häufigen Kotabsatz wird dem Körper Flüssigkeit entzogen.
  • Das Tier sollte während einer Erkrankung genau beobachtet werden.
  • Tritt keine Verbesserung der Situation ein oder verhält sich die Katze ungewöhnlich, sollte sie umgehend einem Tiermediziner vorgestellt werden.

Typische Symptome einer Durchfallerkrankung

Durchfall liegt vor, wenn die Katze mehrmals am Tag flüssigen oder breiigen Kot absetzt. Außerdem kann der Stuhlgang verfärbt sein, beispielsweise gelblich, grün oder rötlich und unverdaute Nahrung oder gar Fremdkörper enthalten. Das Tier zeigt sich allgemein niedergeschlagen und leidet häufig unter Appetitlosigkeit. Es kann auch vorkommen, dass die Katze bricht.
Durchfall selbst ist keine eigenständige Krankheit, sondern ein Symptom, das seinen Ursprung in den unterschiedlichsten Ursachen haben kann. In vielen Fällen handelt es sich um eine harmlose Magen-Darm-Verstimmung, die bereits nach kurzer Zeit wieder abklingt. Doch es kommen auch andere Ursachen infrage.

Die Katze ist gestresst

Katzen reagieren sensibel auf Veränderungen in der Umgebung oder das Verhalten ihres Besitzers. Jede Katze hat ihren eigenen Charakter und manche reagieren sehr sensibel, während robuste Rassen, wie die Britisch Kurzhaar, vieles gelassener nehmen. Doch es hat sich insgesamt herausgestellt, dass Katzen gern ihre alltäglichen Rituale pflegen und verstimmt auf Änderungen im Tagesablauf reagieren können. Leidet das Tier unter permanentem Stress, kann dies zu Unwohlsein und Durchfall führen.

Futterunverträglichkeit oder Allergien

Futterumstellungen oder Futtermittelallergien zählen zu den häufigsten Ursachen für Durchfallerkrankungen. Neues Futter hat eine andere Zusammensetzung der Inhaltsstoffe und der Körper der Katze muss sich erst noch daran gewöhnen. Dies ist ein natürlicher Prozess. Dabei kann es vorkommen, dass das Haustier zu Beginn der Umstellung mit Durchfall zu kämpfen hat. Dies tritt jedoch nur für kurze Zeit auf.

Das Tier leidet unter Wurmbefall oder anderen Parasiten

Wird die Katze nicht regelmäßig entwurmt und/oder ist Freigänger, kann die Ursache für Durchfall auch an Wurmbefall liegen. Manchmal sind Würmer bereits im abgesetzten Kot erkennbar. Ist der Stuhlgang verfärbt, kann dies ein Anzeichen für Parasitenbefall sein. Ein gelblich-grün verfärbter, übelriechender Kot kann den Befall mit Giardien anzeigen.

Die Katze hat etwas Vergiftetes aufgenommen

Besonders Freigänger und junge Katzen laufen Gefahr, Fremdkörper, Flüssigkeiten oder Chemikalien durch irgendeine Weise aufzunehmen. Aber auch neugierige Wohnungskatzen können Vergiftungen erleiden. Bricht die Katze zusätzlich und wirkt benommen, sollte schnellstmöglich ein Tierarzt aufgesucht werden.

Behandlungsmöglichkeiten

Da eine Durchfallerkrankung eine Belastung für die Verdauung des Tieres darstellt, sollte in einem ersten Schritt Schonkost angeboten werden. Gekochtes Hühnerfleisch ist eine hervorragende Schonkost, da die Katze als Fleischfresser mageres Fleisch ohne Knochen oder Fett gut verdauen kann. Neben der Fütterung von Schonkost sollten keine Leckereien oder anderweitiges Futter angeboten werden. Es ist weiterhin darauf zu achten, dass die Katze ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt. Will die Katze nicht trinken, kann die Schonkost mit etwas Wasser vermischt werden.
Tritt eine Besserung ein, kann die Schonkost nach und nach mit dem üblichen Futter vermischt werden. Dies wird so lange wiederholt, bis am Ende ausschließlich die gewohnte Nahrung gefüttert wird. Bei einer Futterunverträglichkeit sollte ein Tierarzt aufgesucht werden. Der Mediziner kann eine spezielle Ernährung verschreiben und die Katze zusätzlich behandeln.
Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass die Katze eine ruhige Umgebung vorfindet, möglichst mit dem gewohnten Tagesablauf. Auf wildes Spielen sollte anfangs verzichtet werden. Oft hat die kranke Katze ohnehin keine Lust darauf.
Wurde das Tier eine längere Zeit nicht entwurmt, sollte schnellstmöglich eine Wurmkur erfolgen. Gleichzeitig bietet sich auch hier die Ernährung mit Schonkost an, da die Wurmkur den Organismus zusätzlich schwächen kann. Ein Tierarzt kann außerdem mithilfe einer Kotprobe den Befall mit Parasiten nachweisen und eine entsprechende Behandlung einleiten.
Bei Vergiftungserscheinungen muss schnell gehandelt und umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden.

Fazit

Durchfallerkrankungen bei Katzen können also viele Ursachen haben, lassen sich jedoch in den meisten Fällen durch die Gabe von Schonkost gut behandeln. Verschwindet der Durchfall dennoch nach einiger Zeit nicht, sollte immer ein Spezialist zurate gezogen werden.

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